Schulalltag für Tabea

Schulalltag für Tabea

Herzlichen Dank an Bernd Visel und dem Schwarzwälder Bote für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der beiden nachfolgenden Artikel auf unserer Homepage!
»Die Schule macht ganz viel Spaß« Keine Sonderbehandlung für herzkrankes Mädchen / Tabea Saupp fühlt sich in der Klassengemeinschaft wohl

Von Bernd Visel Dautmergen/Dormettingen.

Tabea strahlt. Sie fühlt sich in der Klasse 1b der Dormettinger Schule richtig wohl. Die Siebenjährige hat ihren Schulbeginn gut gemeistert. Das war nicht selbstverständlich,
denn sie musste drei Herzoperationen überstehen.Davon aber ist nichts zu spüren, wenn man sie mit den anderen 15 Kindern im Klassenzimmer sieht.

Tabea Saupp

Und auch in der großen Pause tollt sie zusammen mit ihren Klassenkameraden auf dem Schulhof umher. Ihre Eltern, Gabriele und Olivier Saupp, bestätigen denn auch, dass Tabea »quicklebendig ist« und es ihr in der Schule »sehr gut gefällt«.

Eigentlich müsste das Mädchen aus Dautmergen in die Schömberger Grundschule gehen. Ihre Eltern haben sich aber bewusst für die Grund- und Hauptschule Dotternhausen entschieden, weil Tabea so zunächst die kleine Außenstelle in Dormettingen besuchen kann. Dort war sie auch im Kindergarten und konnte so mit ihren Freunden eingeschult werden.

»Aufgrund ihrer langen Krankheit hat Tabea natürlich noch gewisse Defizite, kommt aber ansonsten sehr gut mit in der Schule«, sagt Olivier Saupp. Nachdem sie ihre letzte Herzoperation im vergangenen August über sich ergehen lassen musste (wir berichteten), gestaltete sich zunächst auch der Schulbeginn etwas holprig für das aufgeschlossene Mädchen. Denn bereits nach dem zweiten Schultag musste sie für neun Tage wieder in die Tübinger Uniklinik eingeliefert werden. Nach der Herzoperation war es zu einem seltenen Lungenerguss gekommen. Bei Tabea sammelte sich im Lauf von drei bis vier Wochen Blut in der Lunge an. Weil sie von der Operation noch geschwächt war, habe der Körper den Erguss nicht abbauen können, informiert ihr Vater. Daher mussten 180 Milliliter Blut abgesaugt werden. Saupp: »Das war für das kleine Mädchen eine ganze Menge.«

Inzwischen hat Tabea den Eingriff überstanden. Sie genießt in der Klasse auch keinen ausgesprochenen Sonderstatus, »sondern wird ganz normal behandelt. So wie jedes andere Kind auch«, sagt Klassenlehrerin Christine Edelmann. Allerdings müssen gewisse Vorkehrungen während des Schulbesuchs getroffen werden. So ist stets eine Notfallnummer zur Hand, falls es zu einem Zwischenfall kommen sollte. Und dass Tabea im
Sportunterricht nicht alle Übungen mitmachen kann, »stört die anderen Kinder nicht«, weiß Klassenlehrerin Edelmann.

Tabea selbst findet es in der Schule »sehr schön«. Ihre Lieblingsfächer sind Deutsch und Sport. Oft trifft sie sich mit ihrer besten Freundin Lisa in Dormettingen. Dann stehen Spiele an, und es werden gemeinsam die Hausaufgaben erledigt.

Die siebenjährige Tabea Saupp hält den Rolli fest, auf dem ihr Schulranzen befestigt ist. Inmitten ihrer Mitschüler der Klasse 1b der Dormettinger Schule gefällt es ihr gut, wie auch Klassenlehrerin Christine Edelmann bestätigt.

Tabea Saupp


Foto: Visel

ELHKE – Elterninitive Herzkranker Kinder e.V. Tübingen ©2013